Man stelle sich einmal vor, dass jemand klare Position bezieht, diese Position mit Worten unterstreicht und dazu aufruft, doch bitte in dieser schwierigen Zeit, in der wir uns alle befinden, auf Parties und größere Menschenansammlungen zu verzichten.
Man stelle sich einmal vor, jemand be und verarbeitet die eigenen Sorgen und Beobachtungen, indem dieser jemand darum bittet, doch bitte die Masken aufzusetzen und keine Rebellion auszurufen, und sich mit Sklaven, verfolgten Juden oder Sophie Scholl zu vergleichen.
Man stelle sich das vor.
Und dann stellt euch mal vor, welche Scheiße man auf diese, eigentlich ganz menschlichen und irgendwie auch für jeden halbwegs intelligenten Menschen, nachvollziehbare Worte, erhält.
Ich musste mir das nicht vorstellen.
Am besten gefielen mir die Todeswünsche.
Gern von mittelalten Damen und Herren gewählt, die dann aber davon erzählen, Existenzen retten zu wollen.
Okay.
Kann man machen, wenn man das möchte.
Und nein, ich hoffe, dass ich nicht ersticke.
So wie ich aufrichtig hoffe, dass dieses Los niemanden ereilt.
Was mich auch sehr beeindruckt hat, waren die erschütternd selbstsicheren Vergleiche mit Juden, Sinti, Roma und Sophie Scholl.
Das ist also die Realität derer, die sich nicht sagen lassen wollen, dass sie doch bitte, um ihre Mitmenschen nicht zu gefährden, etwas aus ihrer pseudorebellischen-Ego-Nummer aussteigen sollten.
Sie vergleichen sich mit Millionen verfolgter und ermordeter Menschen, weil man ihnen ans Herz legt, Rücksicht zu nehmen.
Okay.
Wenn das die Realität ist, haben wir es in den nächsten Jahren noch sehr viel schwerer.
Und die größte Schwierigkeit wird irgendwann sein, seinen Mitmenschen zu verzeihen.
Ihnen ihre Dummheit, Arroganz und ihren egoistischen Hochmut zu verzeihen.
Man stelle sich einmal vor, niemand wäre in der Lage diese Ver(w)irrungen zu verzeihen.
Ich werde verzeihen, aber ja, ihr alle hinterlasst Spuren.
Ihr zeichnet eure Mitmenschen.
Ihr verletzt das Grundvertrauen in das Gute.
Und nein, ich sterbe nicht, nur weil dir nicht passt, was ich sage.
Ich wünsche dir übrigens auch nicht den Tod, obwohl ich dich für einen gefährdenden Faktor halte.
Denk da mal drüber nach!
Ich wünsche mit diesen Worten wirklich allen, die das hier lesen, dass sie sich besinnen und gesund bleiben.